Die drei Stufen mit einer Tragödie umzugehen:
Mir wird es besser gehen und es wird verschwinden.
Es ist nicht verschwunden, aber es ist nicht meines, kein Teil von mir.
Ja. Es ist nicht verschwunden. Es ist ein Teil von mir, Teil meiner Geschichte aber Jesus wird den Schmerz wegnehmen und mir helfen, damit zu leben.
Sally O'Connor
Tour of Roses - 23rd September 2009
„Aus einer Prinzessin ist ein hässliches Narbengesicht geworden",
Sally Klein O'Connor berichtet, wie Jesus ihre verletzte Seele heilte.
„Ich freu' mich sehr, Euch zu sehen!" war einer der ersten Sätze, die Sally Klein O`Connor an alle Gäste im Dachauer Schloss richtete. „Wir haben heute Nachmittag Rosen verteilt, und viele Dachauer sind auf unsere Einladung hin gekommen…!" Schon hier spürte man die aufrichtige Freude über die anwesenden Gäste!
Sally Klein O`Connor, die aus Los Angeles stammt, ist messianische Jüdin. Auf ihrer Tour, deren Anlass
die Versöhnung zwischen Juden und Christen ist, sang sie in Berlin, Nürnberg und Auschwitz. Für die meisten
Besucherohren klang es seltsam, als sich Sally mit folgenden Worten entschuldigte: „Ohne Gott hätte ich Eure
wunderschöne Altstadt nicht kennen gelernt, denn - wie viele Menschen - hätte ich vermutlich nur die KZ-
Gedenkstätte besucht."
Klein O`Connor führte traditionelle jüdische Lieder, Kaddishs und Eigenkompositionen auf, die Elemente von
Gospel und Pop zu schönen, eingängigen Melodien vereinen und deren Texte vom Glauben handeln. Die
Songs schreibt Sally selbst, die Texte stammen von ihrem Mann Michael.
Den Glauben an Jesus hat sie vor vielen Jahren erfahren. Sie berichtete, dass sie als Achtjährige von einem
Hund ins Gesicht gebissen und schwer verletzt worden war. Trotz vieler Operationen war ihr Gesicht für viele Jahre entstellt sagte sie. Die Narben, unter denen sie viele Jahre litt, verglich sie mit denen, die der Holocaust sowohl beim jüdischen als auch beim deutschen Volk hinterlassen hat. Die Narben dieser Stadt müsse man akzeptieren, um an der Seele gesund zu werden, sagte die Sängerin. „Wir müssen uns gemeinsam
erinnern", appellierte sie, „dann seien die Narben nicht mehr so wichtig".
Wolfgang Essl
Freikirchliche Gemeinde Dachau